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Projekt „Schule für das deutsche Recht in Danzig“

 Gefördert durch die Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung.

Zielsetzung des Projekts

Ziel des Projekts ist es, polnische Studierende mit den Grundlagen des deutschen Rechtssystems vertraut zu machen und ihnen in einzelnen Vorlesungen zum Privat-, Handels- und Wirtschaftsrecht sowie zum Verfassungs- und Verwaltungsrecht Kenntnisse über die allgemeinen Strukturen des Rechts sowie auch über aktuelle Entwicklungen zu vermitteln. Daneben werden auch für die deutsche wie auch die polnische Rechtsordnung relevante Fragen des Europarechts angesprochen. Die Rechtsschule dient damit der Vorbereitung einer praktischen Arbeit im Rahmen des deutsch-polnischen Rechtsverkehrs oder auch einer wissenschaftlich-rechtsvergleichenden Tätigkeit.

Das Angebot der „Schule für das deutsche Recht“ richtet sich an Studierende höherer Semester, an Doktoranden, Rechtsreferendare und Praktiker. Die Teilnehmerzahl von maximal 20 gewährleistet den notwendigen Rahmen für eine intensive Zusammenarbeit.

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Entwicklung des Projekts

Die Kooperation zwischen den Rechtswissenschaftlichen Fakultäten der Universität zu Köln und der Universität Danzig geht auf das Jahr 1999 zurück. Damals organisierte die Universität zu Köln erstmals einen Kurs zum deutschen Recht in Danzig. Da die Resonanz sowohl auf polnischer wie auch auf deutscher Seite überaus positiv war, entschlossen sich die beiden Universitäten, die Veranstaltung auf eine allgemeine vertragliche Grundlage zu stellen. Die Rektoren der beiden Universitäten unterzeichneten im Dezember 2001 ein entsprechendes Abkommen zur Einrichtung einer „Schule für das deutsche Recht in Danzig“. Die Organisation der Schule, die in einem weiteren Abkommen zwischen den beiden rechtswissenschaftlichen Fakultäten geregelt wurde, übernahm bis Sommer 2005 das Rechtszentrum für europäische und internationale Zusammenarbeit (RIZ), danach das Institut für osteuropäisches Recht und Rechtsvergleichung der Universität zu Köln. Seit dem Jahr 2006 organisiert die rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln im Rahmen des Projekts zudem eine Sommerschule in Köln, an der die polnischen Studenten teilnehmen.

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Organisation der Rechtsschule

Das Studium an der „Schule für das deutsche Recht“ dauert zwei Semester. Nach einer Aufnahmeprüfung, in der auch die Deutschkenntnisse getestet werden, findet im Wintersemester ein einführendes Seminar zur deutschen Rechtsterminologie statt, das von der Universität Danzig organisiert wird. Im Sommersemester folgt eine zweiwöchige Sommerschule in Köln. Während der Sommerschule halten Professoren sowie wissenschaftliche Mitarbeiter der Universität zu Köln Spezialvorlesungen zu den ausgewählten Teilbereichen des Rechts. In zwei Blockveranstaltungen à drei Stunden werden die wesentlichen Inhalte referiert und mit den Studierenden diskutiert, wobei der überschaubare Kreis der Teilnehmer einen intensiven Austausch ermöglicht. Der Umfang des Kurses beträgt zurzeit 10 Vorlesungstermine. Am Ende der Vorlesungsreihe legen die Teilnehmer eine schriftliche Prüfung ab, die von der Universität Danzig als Examen in einem Wahlfach anerkannt wird.

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Profil der Universität

Die Universität Danzig wurde erst 1970 gegründet und ist damit eine vergleichsweise junge Universität, die sich aber sehr schnell entwickelt hat und weiter entwickelt. Waren an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät zu Beginn nur 24 Mitarbeitern beschäftigt, so hat sich ihre Zahl mittlerweile auf über 125 erhöht. Die Zahl der Studierenden an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät ist von 104 auf über 6000 gestiegen. Die Fakultät verfügt über 15 Lehrstühle in den jeweiligen Rechtsgebieten.

Bemerkenswert ist auch das internationale Studienprogramm der Universität Danzig. So können die Studierenden an einer von der Cambridge University organisierten zweijährigen Schule für das englische und europäische Recht teilnehmen. Das US-amerikanische Recht wird in Kooperation mit dem Chicago-Kent College of Law unterrichtet. In diese internationale Struktur lässt sich auch die „Schule für das deutsche Recht“ einordnen.

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Ergebnisse der bisherigen Tätigkeit der „Schule für das deutsche Recht“ in Danzig

Die Erfahrungsberichte der Dozenten wie der Teilnehmer zeigen, dass sich der Kurs bisher sehr bewährt und in Danzig sowie darüber hinaus in Polen Interesse und Beachtung gefunden hat. Beweis dafür ist nicht zuletzt auch die Tatsache, dass viele der Teilnehmer aus anderen Gegenden Polens kommen und ihre Freizeit (die Kurse finden regelmäßig am Freitagnachmittag und am Samstagvormittag statt) dafür einsetzen.

Zudem haben einige der polnischen Studierenden bereits mit Erfolg das Magister bzw. Masterprogramm in Köln beendet; mehrere von ihnen haben inzwischen eine Promotion in Köln begonnen.

Das Projekt fügt sich ein in die allgemeine kulturelle, wirtschaftliche und rechtliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen im Rahmen der erweiterten Europäischen Union, schafft die Grundlage für das Verständnis von Gemeinsamkeiten und Unterschieden der jeweiligen Rechtsordnungen und fördert den Dialog zwischen polnischen und deutschen Juristen.

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Erfahrungsbericht und Impressionen

Einen Erfahrungsbericht (deutsch/polnisch) von Herrn Konrad Kowalski aus dem Jahr 2014 finden Sie hier.

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  • Teilnehmer des Jahres 2014
  • Teilnehmer des Jahres 2015

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Zuständige Mitarbeiter / Kontakt

Weitere Informationen im Flyer!

Frau Stefania Pützfeld

stefania.puetzfeld(at)uni-koeln.de

Tel.: (0221) 470 2131

 

Herr Samir Felich

E-mail: Samir.Felich(at)uni-koeln.de

Tel.:(0221) 470 5584

 

sowie über das Sekretariat des Instituts für osteuropäisches Recht und Rechtsvergleichung:

Frau Marina Schneider

E-Mail: inst.ostrecht(at)uni-koeln.de

Tel.: (0221) 470 5575

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Links

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Gefördert durch die Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung.